Elterninitiative und offene Kinder- und Jugendarbeit in Nahe gemeinsam stark
Informationsaustausch in Nahe: Kinder und Jugendliche bringen ihre Anliegen direkt ein – Wunsch nach Beteiligung und geeigneten Treffpunkten
Nahe. Die Elterninitiative „Gemeinsam für Kinder und Jugendliche in Nahe“ hat zu einem Informationsaustausch mit Nele Krüger von der IN VIA, zuständig für die Offene Kinder- und Jugendarbeit eingeladen. Neben Mitgliedern der mittlerweile rund 80 Personen starken Initiative nahmen auch Kinder und Jugendliche teil, die ihre Wünsche und Anliegen persönlich vortragen konnten.
Intensiv diskutiert wurde die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalen Entscheidungen. Jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten den Wunsch nach stärkeren Mitwirkungsmöglichkeiten, beispielsweise durch die Einrichtung eines Jugendbeirats. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche selbst gehört werden und Präsenz zeigen. „Nur so können ihre Bedürfnisse sichtbar werden und in Entscheidungen einfließen“, erklärte Jane Schwarz von der Initiative im Anschluss an die Veranstaltung.
Ein zentrales Thema waren die Räumlichkeiten für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Nahe. Die ursprünglich vorgesehenen Räume stehen derzeit nicht zur Verfügung. Nach Angaben von Nele Krüger wird weiterhin an einer Lösung gearbeitet. Sollte bis zum 1. Juli keine geeignete Unterkunft gefunden werden, sollen die Angebote zunächst montags und mittwochs in Itzstedt stattfinden.
Die Elterninitiative setzt sich dafür ein, dass der für Nahe vorgesehene Angebotstag möglichst von Beginn an auch vor Ort durchgeführt werden kann. Als Übergangslösung wurde vorgeschlagen, während der Sommerferien den Sportplatz und ein Nebengebäude montags als Treffpunkt und Anlaufstelle zu nutzen. Dort könnten vorübergehend Angebote stattfinden, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.
Besonders deutlich wurden die Wünsche der Kinder und Jugendlichen hinsichtlich frei zugänglicher Bewegungs- und Aufenthaltsflächen in Nahe. Wünschenswert ist die Erstellung eines Open Air Treffpunkts von dem bereits eine Planungsskizze der Elterninitiative vorliegt.
Auch der Mini-Fußballplatz an der Schule wurde angesprochen. Das Angebot wird grundsätzlich positiv bewertet, allerdings sehen die Kinder und Jugendlichen Verbesserungsbedarf. Genannt wurden unter anderem die kleinen Tore, der Bodenbelag aus Erde, Bälle, die häufig auf benachbarte Grundstücke gelangen, sowie Nutzungseinschränkungen durch Schul- und Betreuungsbetrieb. Gerade während der Ferien werde dies als problematisch empfunden. Bevorzugt wird ein frei zugänglicher Bolzplatz auf der für die jungen Freizeitkicker aktuell verschlossenen Schulsportanlage. Aus Sicht vieler junger Menschen gibt es dort Flächen, die regelmäßig ungenutzt erscheinen und daher auch für freies Fußballspielen zur Verfügung stehen könnten. Die Elterninitiative unterstützt diesen Wunsch mit der Aktion „Macht das Tor auf“.
Informiert wurde zudem über den aktuellen Stand des Projekts „Hüttkahlen“. Die dort in Kindergartennähe geplanten Maßnahmen, darunter die Aufstellung eines Bauwagens und weitere Angebote für Kinder und Jugendliche, können derzeit aufgrund einer Eulenbrut nicht umgesetzt werden. Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich jedoch um einen vorübergehenden Aufschub und nicht um eine dauerhafte Absage der Planungen.
Fast alle diese Themen stehen auf der Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung des Naher Ausschusses für Jugend und Bildung am Dienstag, 9. Juni um 19.30 Uhr im „Alstersaal (1. OG – Über der Polizeiwache), Segeberger Straße 90. Jane Schwarz wird als Ausschussmitglied unter dem Tagesordnungspunkt „Elterninitiative: Pläne und weiteres Vorgehen“ berichten. In der „Einwohnerfragestunde“ sind Fragen zu allen aktuellen Themen erlaubt.