TT-Musikdampferprogramm

https://youtu.be/XqiJHRB4Sh8

Das Musikdampferprogramm mit Vossi (1983-2000) war das erfolgreichste Touristik-Unterhaltungsprogramm der 80’er und 90’er Jahre.

Das Programm fand überwiegend am  Wochenende auf den Ostsee-Jumbofähren (Happy-Party­-Linern) PETER PAN und NILS HOLGERSON der TT-Line statt. Busse und Sonderzüge aus ganz Deutschland brachten einen großen Teil der Gäste zur Freitag- und Sonnabend-Abendabfahrt an den Skandinavienkai nach Lübeck Travemünde. Die Medien berichteten sehr häufig über das außergewöhnliche Programm und das Fernsehen war Dauergast an Bord.

Vossi und Ostssee-Sirenen 2000

Vossi war  mit seinen Ostseesirenen  der Mittelpunkt der Show. Phantasievolle Requisiten, seine Stimmungshits live, Top Animation, originelle Wettbewerbe (Doppelgänger-Hitparade als Vorläufer vom Karaoke, Posaunenwettbewerb, Wahl der Miss Ostsee), Sonderprogramme (Oktoberfest an Bord) und bekannte Gaststars machten das Programm  erfolgreich.

Vossi und Goombay Dance Band

Gäste in Vossis Musikdampferprogramm waren unter anderem Roy Black, Rex Gildo, Paola, Wolfgang Petry, Jürgen Drews, Andy Borg, Rudolf Rock  und die Schocker, Beatles Revival Band, Precious Wilson, Eruption,  Edwin Starr, Saragossa Band, The Lords, Chris Howland, Costa Cordalis,  Ted Herold, Siw Inger, Dschinghis Khan,  Soulful Dynamics, Goombay Dance Band, George McCrae, The Rubettes, Bill Ramsey, Dave Asby, TNT, Mary Roos, Klaus und Klaus, Rattles, Markus, Fräulein Menke, Joachim Witt.

Vossi trat in dieser Zeit neben den Schiffen der TT-Line (Travemünde-Trelleborg) auch auf den Schiffen der Olau Line (Vlissingen – Sheerness), der TR-Line (Trelleborg Rostock), der OWD (Oberweserdampfschiffahrtsgesellschaft) mit Erfolg auf.

Spendensieger für SOS Kinderdörfer

Die denkwürdigsten Weihnachtsveranstaltungen erlebte Vossi mit Manfred  Sexauer, der Beat-Club Legende. Der Rundfunksender SR1 – Europawelle Saar sammelte in Sexauers Sendung „Disco Top Ten“ für die SOS – Kinderdörfer. Über 20 Jahre wurde von verschiedenen Plätzen mit zahlreichen Künstlern ohne Gage gesendet. Es gab eine Spendenhitparade von Firmen und Organisationen, die sich für diesen guten Zweck einsetzten.

1989 und 1990 fand das Spendenfinale als Weihnachtssendung 3 Stunden live von der Peter Pan mit einer Fernsehaufzeichnung vom Saarländischen Rundfunk statt. In beiden Jahren erbrachte die TT-Line die höchsten Spendensummen durch die Abgabe eines bestimmten Betrages von ihren Ticketpreisen von den speziellen Musikdampfer-Veranstaltungen.  Viele Künstlerinnen und Künstler traten auf über die keiner mehr spricht. Es wurden viele Lieder gesungen, die begeistert beklatscht wurden und heute vergessen sind. Aber es gab auch die echten Stars und die echten Hits.

1990 startete beim Spendenfinale die TT-Line auf Platz Nr. 5 mit 14.000 DM. Nach 3 Stunden Sendung waren es über 27.000 DM und Platz Nr. 1.  Lieferfirmen, Tourismusunternehmen, Künstlermanagements und Künstler hatten das Geld während der Sendung aufgebracht. Die entscheidende Summe für den Sieg hatte die Mannschaft der Peter Pan gesammelt. Diese kann sich bis heute nicht an eine solche Sammlung erinnern. Die Angelegenheit wird immer das Geheimnis von Hans Ulrich Kossel, dem damaligen Pressesprechers der TT-Line bleiben. Für den Sieger gab es eine Stunde (Werbe-) Sendezeit beim der Europawelle Saar.

Marianne Rosenberg war 1990 ebenfalls dabei. Vossi hatte sie noch gut aus ihrer Hitparadenzeit in Begleitung von Vater und Pudel in Erinnerung. Nun lernte er eine ganz andere Sängerin kennen. Sie sah in ihrem dunklen Outfit Nina Hagen sehr ähnlich. . Fast jedes Wochenende wurde Vossi an Marianne Rosenberg erinnert. Es gab kaum einen Karaoke-Wettbewerb ohne „Er gehört zu mir.“

In dieser Weihnachtssendung sang Vossi als Leadsänger im Finale  White Christmas mit einem „Millionen-Dollar-Backgroundchor“. George McCrae (Rock you Baby), die Lords, die Strandjungs, Alexis u. a. waren zu vorgerückter Stunde dabei. Die gute Stimmung und die „Getränke-Frei- Aktion“ der TT-Line ist deutlich herauszuhören. Marianne Rosenberg war nicht mehr dabei. Entweder hatte sie schon das Schiff schon vor dem  Ablegen aus Angst vor Seegang und dem Partypublikum verlassen oder erkannt, dass über die Hälfte der Beteiligten nicht mehr ganz notenfest waren.