Urlaub 2020 auf Bornholm – Plötzlich Krisengebiet

Urlaub 2020 auf Bornholm – Plötzlich Krisengebiet

Gudhjem/Bornholm – Vor der Aufforderung des Ministerpräsidenten, nicht zu verreisen und zu Beginn der dritten Bornholm-Urlaubswoche erreichte Uwe Voss und seine Familie die Nachricht, dass die dänische Insel zum Corona-Risikogebiet erklärt worden ist. Bornholm zählt mit gerade mal 5 Infizierten in einer Woche zu Regionen mit der geringsten Infektionskonzentration in Dänemark.  Das entspricht 13 Infizierte auf 100.000 Personen und  liegt weit unter dem Durchschnitt in Deutschland, wo die Bundeskanzlerin zu Weihnachten täglich 19.200 Coronafälle befürchtet.

„Ich werde mit meiner Familie die Regelungen einhalten und in Quarantäne gehen. Andere hat die Pandemie schwerer getroffen. Wir vertrauen darauf, dass ich meine Corona-Homeoffice-Quarantäne zuhause in Nahe frühestens nach einem negativen Test am 5. Tag nach Rückkehr bald beenden kann,“  hofft Uwe Voss.

Seit 31 Jahren verbringt die Familie Voss ihren Sommerurlaub problemlos auf einem Bauernhof auf Bornholm. In diesem Jahr wurde die Reise vom Mai auf den September verschoben. Dänemark hatte seine Grenzen geschlossen. Nie hätten Uwe Voss und seine Bornholmer Freunde geglaubt, dass die Insel einmal von deutscher Seite zum Risikogebiet erklärt wird. Die Begründung, Bornholm als Verwaltungsgebiet der Hauptstadt Kopenhagen für die Entscheidung zu betrachten, sind für Uwe Voss politisch korrekt aber nicht praxisgerecht. Zwischen Kopenhagen und Bornholm liegen viel Ostsee, ein Zipfel von Schweden und eine dreistündige Fährfahrt,“ gibt Voss zu bedenken. Die wildeste Party, die der Pressekoordinator hier erlebt hat, war ein Boccia-Turnier von 10 Einheimischen im Freien mit anschließender Pokalübergabe am Hafen von Gudjem.

„Ich bin ansonsten hochzufrieden mit dem Management der Corona-Krise durch Bundes- und Landesregierung. Im Fall Bornholm haben die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter beim Entwurf wohl nicht so genau hingesehen,“ bewertet Uwe Voss  den allgemeinen Umgang und die aktuellen Entscheidungen der Verantwortlichen mit der Pandemie als zielführend.