Uwe Voss- Statt Zwangsräumungen Flüchtlingsfamilien im Naher Dörphus unterbringen

Uwe Voss- Statt Zwangsräumungen Flüchtlingsfamilien im Naher Dörphus unterbringen

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Nahe – In Nahe wurden bisher 7 von 18 Personen aufgenommen, die zugeteilt werden können. Der Kreistagabgeordnete Uwe Voss wiederholt seine Forderung an Bürgermeister Holger Fischer (WDN) und die Gemeindevertretung, kurzfristig im leerstehenden Teil vom Dörphus Wohnungen für Flüchtlingsfamilien einzurichten.

Der Antrag auf Förderung, den Anbau vom Dörphus nach den Vorstellungen von WDN und SPD als Familien- und Beratungszentrum einzurichten und dafür 600.000 Euro zu erhalten, war zuvor abgelehnt worden und der Anbau wird nur von Gruppen genutzt, für die auch andere geeignete Räume zur Verfügung stehen.

„Es ist für niemanden mehr verständlich, dass den Menschen von Amts wegen im Dorf `Engersetzungen und Zwangsräumungen` drohen, wenn in einem öffentlichen Gebäude Räume zur Verfügung stehen,“ setzt sich Voss für eine schnelle Umsetzung seines in der Vergangenheit bereits mehrfach vorgetragenen Vorschlages ein.

Im Nachbarort Sülfeld ist man in einer ähnlichen Situation bereits weiter. Dort werden Flüchtlinge in die Alte Schule einziehen.

Aus dem aktuellen Newsletter der Amtsverwaltung Itzstedt

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–     Aktuell sind keine Prognosen mehr über etwaige Zuweisungszahlen möglich. Erst in der letzten Woche wurden Daten bekannt gegeben, wonach sich die diesjährigen Zuweisungszahlen von vormals 151 Personen auf rd. 182 Personen erhöhen würden. Doch aufgrund der jüngsten Entwicklungen ist davon auszugehen, dass auch dieser Wert nicht mehr zu halten sein wird. Zum Vergleich: 2013 hatten wir insgesamt 40 Personen aufgenommen.

–          Innerhalb der letzten 4 Wochen sind in Schleswig-Holstein rd. 4.400 Asylbewerber angekommen, die sich derzeit noch in den neugeschaffenen Erstaufnahmeeinrichtungen befinden und nun sukzessive auf die Kreise und Ämter weiterverteilt werden müssen.

–          Wir haben die Mitteilung erhalten, dass sich alle Kreise auf wöchentliche Zuweisungen von rd. 1.000 Personen einzustellen haben, wovon rd. 100 Personen auf den Kreis Segeberg entfallen. Daher hat der Kreis Segeberg bereits angekündigt, ab 14.09.15 mit der wöchentlichen Verteilung von 100 Personen auf die Ämter zu beginnen.

–          Vom Kreis Stormarn werden Prognosezahlen schon seit längerem nicht mehr herausgegeben. Auf Grundlage der Segeberger Zahlen lassen sich allerdings Rückschlüsse ziehen. Demnach haben wir insgesamt mit einer wöchentlichen Zuweisung von rd. 7 Personen zu rechnen.
–          Die Zuweisungen von den Kreisen an uns erfolgten bislang stets an Dienstagen, so dass unsere Verwaltungsabläufe entsprechend ausgerichtet werden konnten. Diese Praxis muss nun aufgegeben werden, so dass wir uns täglich auf Zuweisungen einzustellen haben.

–          Aktuell betreuen wir mittlerweile rd. 40 Wohnobjekte, um die Flüchtlinge teilweise auch in Gemeinschaftsräumen unterzubringen. Hinzu kommen mehr als 60 aktive Ehrenamtler, die wiederum ebenfalls von hier begleitet werden. Die Arbeit unserer Ehrenamtler ist für uns ein äußerst wichtiger Baustein und stellt für uns eine große Entlastung dar.

–          Trotz täglich sehr intensiver und spontaner Bemühungen ist davon auszugehen, dass unser wöchentlich steigender Wohnraumbedarf über den bisherigen sowie regelmäßig akquirierten Wohnungsbestand nicht mehr gedeckt werden kann. Von daher sind nunmehr auch weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Neben sog. Engersetzungen und Zwangsräumungen werden nunmehr auch öffentliche Gebäude in die Überlegungen zur Unterbringung der Flüchtlinge einbezogen (z.B. Turnhallen, Bürgerhäuser, Gemeinschaftsräume, Feuerwehrhäuser, Sportlerheime, etc.). Die dortige Unterbringung würde als ordnungsrechtliche Maßnahme im Rahmen der Gefahrenabwehr erfolgen.

–          Die Suche nach und Unterhaltung von Wohnraum bindet derzeit mit Abstand die meisten Personalressourcen.

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