Agitation und Propaganda im Fall Dr. Herbst

Agitation und Propaganda im Fall Dr. Herbst

Ein Kommentar von Uwe Voss

Uwe Voss - Kreistagsabgeordneter

Uwe Voss – Kreistagsabgeordneter

Nein, es geht den Linken im Fall Herbst nicht um Wahrheitsfindung, Gerechtigkeit oder Menschlichkeit. Einzelschicksale interessieren die SED-Fortsetzungspartei heute genau so wenig wie ihre Vorgänger im einstigen DDR-Unrechtsstaat. Die „Wiederaufnahme“ des Falls um rechtskräftige Urteile gegen die vom Kreis entlassene Veterinärin Dr. Margrit Herbst dient den Linken lediglich für ihre Form von „Agitation und Propaganda“ im Stile der reinen Lehre ihrer alten Kaderschulen. Es geht darum, den Spruch der Ewiggestrigen „Es war nicht alles schlecht in der DDR“ um „Es ist nicht alles gut in der Demokratie“ zu ergänzen.

Es ist perfide, bei Dr. Margrit Herbst den Eindruck zu erwecken, ihr könne eine Rehabilitationszahlung für die über 20 Jahre zurückliegenden Vorgänge zugesprochen werden.

Es gibt neben den bekannten Fakten einige nebulöse Andeutungen, vage Vermutungen, öffentlichkeitswirksame Verschwörungstheorien, Vorwürfe ohne dokumentierte Beweise im 22 Jahre zurückliegenden Fall, aber nichts wirklich Neues.

Es ist einfach für die Linke, für sich im Trend von angeblichem Whistleblowing und die aktuellen Schlagzeilen über den Bad Bramstedter Schlachthof, die Aufmerksamkeit der Medien zu verschaffen. Die Vertreter der Presse haben das Problem, dass aus rechtlichen Gründen, vielfach hinter verschlossenen Türen diskutiert werden musste. Gezielte Äußerungen vor Notizblock und Kamera waren auf ihren Wahrheitsgehalt kaum zu überprüfen. Auch deshalb sind wohl einige merkwürdig einseitige Berichterstattungen entstanden.

Die demokratischen Parteien im Segeberger Kreistag werden bei weiteren rückwärtsgewandten Propagandafeldzügen dieser Art nicht mehr mitmachen. Auch zum Schutz von Menschen wie Dr. Herbst. …hofft Uwe Voss.