Diskussion über Katastrophenschutz notwendig?

Diskussion über Katastrophenschutz notwendig?

(vlnr.) Dr. Axel Bernstein MdL, Bad Segebergs Wehrführers Mark Zielinski, Gero Storjohann MdB, Norbert Brackman MdB, Betriebsleiter der Feuerwehrzentrale Jan Roscher,  Heidmühlens Wehrführer Hans-Hinrich Pohlmann und Heidmühlens stellvertretender Wehrführer Roman Hausner.

(vlnr.) Dr. Axel Bernstein MdL, Bad Segebergs Wehrführers Mark Zielinski, Gero Storjohann MdB, Norbert Brackman MdB, Betriebsleiter der Feuerwehrzentrale Jan Roscher, Heidmühlens Wehrführer Hans-Hinrich Pohlmann und Heidmühlens stellvertretender Wehrführer Roman Hausner.

Als „Korrespondent“ für die Abgeordneten Reimer Böge MdEP, Gero Storjohann MdB und Katja Rathje-Hoffmann MdL begleite ich diese zu zahlreichen Terminen. Insbesondere die Treffen im Kreis Segeberg verschaffen mir neue Erkenntnisse für meine Arbeit als Kreistagsabgeordneter. In der Diskussion am Rande eines Termins bei der Freiwilligen Feuerwehr in Heidmühlen wurde mir klar, dass es auf Kreisebene noch einigen Informations-, Diskussions- und ggf. Handlungsbedarf im Katastrophenschutz gibt. Unsere  Region ist glücklicherweise in der Vergangenheit von Unwetter und  anderen Katastrophen verschont geblieben. „Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewger Bund zu flechten“ (Friedrich Schiller) Packen wir es an.

Hier mein Bericht

 CDU-Abgeordnete besichtigen Waldbrand-Unimog in Heidmühlen

 Heidmühlen – Die Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann aus Seth und Norbert Brackman aus Lauenburg informierten sich mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Axel Bernstein bei der Heidmühlener Feuerwehr über den kürzlich in Dienst gestellten SW 1000 KatS. Anschließend wurde eine Diskussion über die Lage im Katastrophenschutz geführt.

Das Fahrzeug aus Bundeswehrbeständen wurde für die Bekämpfung von Waldbränden in kurzer Zeit von der „Schraubergruppe“ der Freiweilligen Feuerwehr Heidmühlen in ca. 450 ehrenamtlichen Arbeitsstunden umgerüstet. Für die Verpflegung in der Arbeitszeit wurde von freundlichen Unterstützerinnen aus dem Dorf gesorgt. Der Kreis Segeberg investierte rund 8300 Euro für den Aufbau, die Lackierung, die Schlauchtransportvorrichtung, Beklebung und Ersatzteile für den Umbau. Die Feuerwehr bezahlte 3100 Euro für die Beleuchtung, die Rückfahrkamera, die Dachbox und viele weitere Teile. Der geländegängige Unimog gehört künftig zum Katastrophenschutz des Kreises.

„Es ist eine besondere ehrenamtliche Leistung in einem Ort, der von Wald umgeben ist. Hier wurde nicht nach Zuständigkeiten gefragt, sondern tatkräftig, ideen- und manchmal trickreich für den Schutz von Mensch, Tier und Wald gehandelt“, lobt Gero Storjohann die Aktion aus einem alten, olivfarbenen Bundeswehrfahrzeug das signalrote Einsatzfahrzeug zu schaffen. „Die großartige Aktion zeigt die kreativen Möglichkeiten zur Stärkung des Katastrophenschutzes auf“, ergänzt Norbert Brackmann.

Durch die Heidmühlener Aktion wurde eine Lücke im Fahrzeugkonzept für die Waldbrandbekämpfung geschlossen. Im anschließenden Dialog wurde klar, dass es beim Katastrophenschutz noch viel zu tun bleibt. So gibt es im Forst um Heidmühlen nur eine mangelhafte Wasserversorgung. Es fehlt an Brunnen. Zuständig sind die Schleswig-Holsteinische Landesforsten (SHLF).

Ungelöst sind auch die Probleme einer autarken, notwendigen Eigenversorgung der Feuerwehr bei längeren Einsätzen ab 8 Stunden. Für die Zukunft soll eine langfristige Planung, z.B. bei der Neubeschaffung von Fahrzeugen nach Gesetzeslage die Kommunen rechtzeitig über anfallende Kosten informieren. Ein wichtiges Thema ist auch die Leistungen in der Gefahrenabwehr und dem Katastrophenschutz zu mit zukünftig weniger aktiven Feuerwehrleuten nach der demographischen Entwicklung. Im Gespräch zwischen Feuerwehr und Politik bleiben auch die Aufgaben und Ausstattung der Feuerwehren entlang der neu ausgebauten Autobahnen im Kreis und ein abgestimmter Katastropheneinsatzplan.

Wir werden den Dialog zwischen Feuerwehr sowie anderen Katastrophenschutz-Organisationen und Politik fortsetzen, sind sich die Vertreter von Feuerwehr und Politik auf allen Ebenen am Schluss des Informationsbesuches einig.