Uwe Voss – Transparenz im Vion Skandal gefordert

Uwe Voss – Transparenz im Vion Skandal gefordert

Portal-WEBBad Segeberg – Heute um 19.Uhr werden  im Kreishaus unter „ 3.1 Sachstandsbericht „VION“, ggf. Beschlüsse“ vielleicht Entscheidungen erwartet. Uns Ausschussmitgliedern liegen auch  heute  keine  schriftlichen Informationen vor. Ein  mündlicher Bericht der Landrätin  und Verwaltung reichen mir nicht. Ich will  Dokumente, Akteneinsicht und Einbeziehung der Betroffenen. Bitte absolute Transparenz und keine geschwärzten Berichte wie beim Kellerkind-Skandal“.

 Ich hoffe auf viele Mitbürger, die in den  Einwohnerfragestunden  zu Beginn und am Ende  der Sitzung nachharken.

Das Ergebnis der Razzia vom 25. Februar und der  der staatsanwaltlichen Ermittlungen sind bisher nur in Teilen aus den Medien bekannt. Daraus ergeben sich einige Fragen. Wurden bei 74 Rinderköpfe  mehrere Bolzenschüsse oder keine aufwiesen? Gab es die Tötung von Tieren ohne Betäubung? Wurden vordatierte Etiketten gefunden? Trifft es zu, dass getötete Tiere, die nicht für die Schlachtung zugelassen waren nicht von den anderen getrennt wurden? Wurde Altfleisch mit Würmern  gemeinsam mit Verkaufsware gelagert. Wurde Schimmel und Dreck in den Räumen gefunden?

Aus den Medienberichten über die Sitzung vom Innen- und Rechtsausschuss, sowie Agrar- und Umweltausschuss des Landtages ergeben sich weitere Fragen und Ungereimtheiten. Wurden bei der  bei der Razzia „Kladden“ mit der Aufzeichnung von Tierquälerei und Verstößen gegen Hygienevorschriften gefunden (Bericht NDR / SH-Magazin vom 13. März)? Welchen Inhalt  haben diese?

Durch die Berichterstattung stehen weiter Vorwürfe noch unkommentiert im Raum. Konnten Hygienevorschriften durch Mitarbeiter nicht gelesen und befolgt werden, da sie die deutsche Sprache nicht beherrschen?  Standen im Wartestall Kühe, die  12 Stunden lang nicht gemolken wurden?

„Wenn wir Beschlüsse fassen, müssen diese  und weitere Fragen in der Ausschusssitzung geklärt werden. Wir müssen klären, wie die endgültige  Schließung des Standortes zum Erhalt der über 300 Arbeitsplätze, für die betroffenen Landwirte und wegen  der  drohenden langen Tiertransporte verhindert werden kann,“ argumentiert der CDU-Kreistagsabgeordnete Uwe Voss.

Die aufgeworfenen Fragen über die unzumutbare Situation der rumänischen Mitarbeiter sind bisher ebenfalls unbeantwortet geblieben.

Eine neue Betriebsgenehmigung kann es  aus  heutiger Sicht und nach den  nur unzureichenden Informationen nur unter verschärften Bedingungen geben. Die Forderung von Garantien für einen ordnungsgemäßen Betrieb müssen erfüllt werden.

Das Angebot von Vion, die Betäubung von einer Videokamera zu filmen und von einer Tierärztin begleiten zu lassen, die Überwachung durch 2 unabhängige Experten  und eine neue „Tötefalle“ noch in diesem in diesem Jahr einbauen zu lassen, die Reduzierung der „Schlachtgeschwindigkeit“, die  Anschaffung einer mobilen Melkanlage sowie die Beseitigung der Fußbodenglätte auf denen  die Tiere ausrutschen sind Schritte  in die richtige Richtung.

Der Kreis ist in der Pflicht ein neues Kontrollsystem einzurichten, dass die Einhaltung von Tierschutz, Hygiene, Verbraucherschutz und  menschenwürdige Arbeitsverhältnisse garantiert.